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Metandienon

(Weitergeleitet von 17β-Hydroxy-17α-methylandrosta-1,4-dien-3-on)

Synonyme: 17β-Hydroxy-17α-methylandrosta-1,4-dien-3-on, Methandrostenolon
Englisch: metandienone

1 Definition

Metandienon ist ein anaboles Steroid, das häufig missbräuchlich zum Muskelaufbau angewendet wird.

2 Geschichte

Metandienon wurde erstmals 1955 synthetisiert und 1958 unter dem Handelsnamen Dianabol® vom pharmazeutischen Unternehmen Ciba-Geigy vermarktet. Das Anabolikum wurde jedoch schon 1982 aufgrund der zahlreichen Nebenwirkungen vom Markt genommen. In Deutschland ist Methandienon nicht als Arzneistoff zugelassen, wird aber - vor allem in der Bodybuilding-Szene - häufig über das Internet aus dem Ausland bezogen.

3 Chemie

Metandienon liegt bei Raumtemperatur als Feststoff vor. Der Schmelzpunkt der Substanz ist 165 °C. Metandienon hat die Summenformel C20H28O2 und eine molare Masse von 300,44 g·mol-1.

4 Pharmakologie

Es handelt sich um ein 17α-alkyliertes Steroid, das den Androgenrezeptor (AR) aktiviert und so in kurzer Zeit die Glykogenolyse und Proteinsynthese erhöhen kann. Allerdings zeigt es eine geringe Affinität sowohl für den Rezeptor, als auch für das sexualhormonbindende Globulin. Dadurch ist es zwar aktiver als Testosteron, allerdings wird es schneller durch Aromatasen zu Östrogen verstoffwechselt. Aus diesem Grund kommt es unter anderem zu Wassereinlagerungen und bei Männern zur Ausbildung einer Gynäkomastie.

5 Nebenwirkungen

Zu den Nebenwirkungen zählen:

Die Nebenwirkungen einer länger dauernden Anwendung werden bei der illegalen Anwendung der Substanz häufig unterschätzt.

6 Links

Fachgebiete: Chemie

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