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Tyramin

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Summenformel: C8H11NO
Englisch: tyramine

Definition [bearbeiten]

Tyramin ist ein biogenes Amin, das durch Decarboxylierung aus der Aminosäure Tyrosin gebildet wird. Es zählt zu den Neurotransmittern.

Pharmakologie [bearbeiten]

Tyramin ist ein indirektes Sympathomimetikum, das relativ schnell durch Monoaminooxidasen abgebaut wird. Es entfaltet seine Wirkung über die vermehrte Freisetzung von Noradrenalin. Darüber hinaus wird die Existenz eines eigenen Tyramin-Rezeptors angenommen.

Klinik [bearbeiten]

Tyramin entsteht auch bei der Zersetzung von Proteinen und findet sich deshalb in vielen Nahrungsmittel, die durch Gärung oder Fermentation gewonnen werden, z.B. in Käse, Rotwein oder Schokolade. Wie andere biogene Amine kann es zur Ursache von Nahrungsmittelallergien werden und eine Migräne, sowie ggf. auch andere Kopfschmerzformen auslösen.

Weitere Tyramin-haltige Lebensmittel siehe: "Kopfschmerz-Trigger".

Bei einer Therapie mit MAO-Hemmern führt die Einnahme von Tyramin zu einer ausgeprägten Blutdrucksteigerung, die systolisch mehr als 30 mmHg betragen und fakultativ eine hypertensive Krise auslösen kann.

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