• DocCheck AG
  • AGB
  • Mediadaten
  • Kontakt
Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Nervus ilioinguinalis

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8 Bewertungen3.50)

9.882 Aufrufe

1. Definition [bearbeiten]

Der Nervus ilioinguinalis ist ein Nerv, der dem Plexus lumbalis (Segment Th12 bis L1) entspringt. Er führt allgemein-somatosensible und somatomotorische Fasern.

2. Verlauf [bearbeiten]

Der Nerv zieht zunächst dorsal des Musculus psoas major auf dem Musculus quadratus lumborum. Etwas kranial der Crista iliaca durchbohrt er den Musculus transversus abdominis und zieht dann zwischen diesem Muskel und dem Musculus obliquus internus abdominis nach ventral.

Wie der Nervus iliohypogastricus zieht er parallel zum Ligamentum inguinale nach medial. Er durchbricht schließlich den Anulus inguinalis superficialis und verläuft außerhalb des Funiculus spermaticus im Leistenkanal.

3. Äste [bearbeiten]

3.1. Rami musculares [bearbeiten]

Mit seinen motorischen Ästen versorgt der Nervus ilioinguinalis die kaudalen Anteile des Musculus transversus abdominis und des Musculus obliquus internus abdominis.

3.2. Nervi scrotales anteriores [bearbeiten]

Mit den Nervi scrotales anteriores versorgt er beim Mann den vorderen Teil des Hodensacks (Scrotum) und den Bereich der Peniswurzel.

3.3. Nervi labiales anteriores [bearbeiten]

Die Nervi labiales anteriores versorgen die Labia majora.

Die beiden sensiblen Äste versorgen ebenfalls die Haut oberhalb der Symphysis pubica, sowie die an das Genitale angrenzende ventromediale Haut des Oberschenkels sensibel.

4. Klinik [bearbeiten]

Durch seine enge topographische Beziehung zu den Nieren kann es bei Nierenoperationen zu einer Schädigung des Nervens kommen. Reizungen des Nervus ilioinguinalis im Bereich der Leiste können in die Nierengegend ausstrahlen. Im Bereich seines Autrittes durch die Bauchwandmuskulatur kann er komprimiert werden, was als Ilioinguinalissyndrom beszeichnet wird.

Schlagwörter für diese Seite

Fachgebiete für diese Seite

Tipp
Loading...   Daten werden geladen...