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Musculus gluteus medius

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonym: Musculus glutaeus medius

Inhaltsverzeichnis

1. Definition [bearbeiten]

Der Musculus gluteus medius gehört zur Gruppe der dorsolateralen Muskeln und liegt fast vollständig unter dem Musculus gluteus maximus.

2. Verlauf [bearbeiten]

Der Muskel entspringt auf der Darmbeinschaufel (Ala ossis ilii) zwischen der Linea glutea anterior und der Linea glutea posterior. Diese Fasern vereinigen sich mit den Anteilen, die lateral von der Aponeurosis glutealis entspringen, und ziehen gemeinsam zum großen Rollhügel (Trochanter major) des Oberschenkelknochens (Femur). Ein Schleimbeutel, die Bursa trochanterica musculi glutei medii, auf dem Trochanter major dient der Minderung der Reibung.

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3. Innervation [bearbeiten]

Die Innervation erfolgt durch den Nervus gluteus superior (Segmente L4-S1).

4. Funktion [bearbeiten]

Der Musculus gluteus medius bildet mit dem Musculus gluteus minimus eine funktionelle Einheit. Zusammen bewirken die ventralen Anteile im Hüftgelenk eine Innenrotation und Flexion; die dorsalen Anteile eine Außenrotation und eine Extension. Die beiden Glutealmuskeln stellen die wichtigsten Abduktoren des Hüftgelenks dar.

Beim Einbeinstand verhindern sie das Abkippen des Beckens auf die Seite des angehobenen Beins. Aus diesem Grund sind sie unerlässlich für das Gehen. Eine beidseitige Lähmung führt unweigerlich zum so genannten"Watschelgang". Desweiteren wird der Musculus gluteus medius zur intramuskulären Injektion genutzt.

siehe auch: Duchenne-Hinken, Trendelenburg-Zeichen

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