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Synonym: Kohlenmonoxidintoxikation, CO-Intoxikation
Englisch: carbon monoxide intoxication, CO poisoning


Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist eine Intoxikation, die durch das Einatmen von Kohlenmonoxid entsteht. Sie ist eine häufige Form der Rauchgasvergiftung und kann bereits innerhalb eines kurzen Zeitfensters zum Tod führen.
Kohlenmonoxid entsteht bei Verbrennungsprozessen ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr. Ursache sind daher vor allem defekte Öfen und Schornsteinanlagen, Schwelbrände in abgeschlossenen Räumen und Suizidversuche mit Abgasen.
Kohlenmonoxid besitzt im Vergleich zu Sauerstoff eine etwa 300-fach höhere Affinität zum Hämoglobin. Kohlenmonoxid lagert sich so an das Hämoglobin und bildet Carboxyhämoglobin (COHb). Die Aufnahme von Sauerstoff wird dadurch blockiert, die Sauerstoffbindungskurve nach links verschoben.
Bei starker CO-Intoxikation kann eine Hypoxie entstehen. Bei einem COHb-Anteil von 25% im Blut treten erste Vergiftungserscheinungen auf, ab einem COHb-Anteil von 50% Ohnmacht. Bei mehr als 60% COHb können ein Koma und schließlich der Tod eintreten.
Man unterscheidet:
Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Dyspnoe und Übelkeit. Die Atmung kann im Sinne einer Cheyne-Stokes-Atmung verändert sein. Mit fortschreitendem Einatmen kommt es zu Bewusstlosigkeit und Tod. Zu beachten ist, dass bei einer Kohlenmonoxidvergiftung keine Zyanose festzustellen ist. Im Gegenteil ist der Patient rosig verfärbt, da der Komplex aus Hämoglobin und Kohlenmonoxid rosa erscheint.
Die chronischer Kohlenmonoxidvergiftung kommt es zu einer allgemeinen Leistungsminderung.
Die Diagnose ist aus dem Zusammenhang zwischen Auffindebedingungen und dem Erscheinungsbild und der Symptomatik heraus zu stellen. Kohlenmonoxid kann im Blut durch die Bestimmung von Carboxyhämoglobin nachgewiesen werden.
Die Therapie besteht in einer sofortigen Beatmung mit reinem Sauerstoff (Hyperbare Oxygenation). Die Zufuhr von Frischluft ist bei ausgeprägten Vergiftungen nicht ausreichend, da die Eliminationshalbwertzeit von CO über 5 Stunden beträgt. Eine im Rahmen der Vergiftung entstehende Azidose kann mit Bikarbonat ausgeglichen werden.
Bei Auffinden eines Patienten mit Kohlenmonoxidvergiftung ist auch stets an den Selbstschutz zu denken. Die Frischluftzufuhr muss unbedingt hergestellt sein, um die Vergiftung des helfenden medizischen Personals zu verhindern.




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